Standard-Lawine Notfallausrüstung Empfehlungen ( Avalanche emergency equipment recommendation Lavine nødudstyrets anbefaling )
Standard-Lawinen Notfallausrüstung - Empfehlungen des Alpenvereins:
A) Standard-Notfallausrüstung (immer und jede/r):
LVS, nicht älter als 10 Jahre, vorzugsweise 3-Antennen-Geräte; Schaufel, vorzugsweise aus gehärtetem Aluminium; Sonde, mind. 240 cm lang.
Zusätzlich: Erste-Hilfe-Ausrüstung, Biwaksack, Handy (Stückzahl je nach Gruppengröße).
B) Empfohlene Zusatz-Notfallausrüstung (in der Reihenfolge ihrer Bedeutung bzw. ihrer Effizienz):
1. Airbagsysteme
Ballonsysteme, die selbst ausgelöst werden müssen, erzeugen ein Zusatzvolumen von 150 bzw. 170 l und unterstützen dadurch den Entmischungseffekt in Fließlawinen.
Rettungsprinzip: Verschüttungstiefe reduzieren oder Verschüttung verhindern: "wer oben bleibt, überlebt - meistens". Zwei Hersteller derzeit: ABS (laut SLF-Datenbank 120 Fälle in Europa dokumentiert, davon 114 Personen (95%) überlebt), Snowpulse (seit Frühjahr 2008 erhältlich, noch keine dokumentierten Unfälle).
2. Avalung
Ermöglicht es, durch Filtersystem mit Mundstück und Trennung von Ein- und Aus-Atemluft, unter Schnee zu atmen.
Rettungsprinzip: Überlebenszeit in der Lawine verlängern. Fünf dokumentierte erfolgreiche Rettungen.
3. Lawinenball
Weiterentwicklung der seinerzeitigen "Lawinenschnur". Ein mit einer Spannfeder versehener, zusammengefalteter Ball ist mit einer Schnur und einem Gurt mit dem Körper verbunden. Bei Auslösung springt der Ball vom Rucksack und bleibt an der Oberfläche sichtbar.
Rettungsprinzip: Ortungssystem - wie LVS - allerdings optisch, nicht elektronisch. Zwei Erfolgsberichte seit 1997 (laut Hersteller-Homepage).
4. Recco
In Kleidung (Helm, Schuh, Anorak) integrierter Reflektor ermöglicht die Ortung (Radarprinzip) von Verschütteten, die kein LVS tragen. Ortung nur durch organisierte Rettung mit Detektor möglich.
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